Erstaunt stellte ich eine große Nachfrage zum Thema Mjölnir nicht nur hier in meinem Blog fest. Dieses motivierte mich erneut als Hobby-Zwerg Brokk einen weiteren Hammer aus Hainbuche zu “schmieden”. Bei diesem Amulett habe ich darauf geachtet, dass der Hammerstiel aus dem Kern des Astes entstanden ist. Hierdurch hebt sich dieser durch die dunklere Farbe des Kerns vom Hammerkopf optisch ab, was den Hammer noch mehr als einen solchen erkennen lässt.

Siehe auch: Mjöllnir-Amulett aus Hainbuche
Zufällig trafen das erneute Interesse an dem Hammer und der Drang nach Holzarbeiten in mir aufeinander. Ich hatte noch einige abgelagerte Reststücke unserer eigenen Hainbuche, welche vor einigen Monaten etwas ausgelichtet wurde. Ich schnitt mit der japanischen Zugsäge eine Scheibe ab und sägte die Form der Felsenzeichnung mit der Laubsäge aus. Anschließend folgten Detailarbeiten, wie ich sie seit Jahrzehnten an unzähligen Bumerangs geübt habe.
Hier sind die ersten beiden Ergebnisse, welche – natürlich - mit Livos – Kaldet getränkt wurden. Denn was für Bumerangs gut ist, wollte ich einem Götterhammer ebenfalls nicht vorenthalten.
Bereits im Artikel
Mjöllnir – der Zermalmer erwähnte ich das Interesse an Thors Hammer. Irgendwie fasziniert mich die Geschichte um seine Entstehung und seiner Zauberkraft, welche hier kurz zusammengefasst ist.
Mjöllnir war der Hammer Thors. Sein Stiel geriet aber in Folge Lokis Eingreifen zu kurz. In Gestalt einer Fliege oder Stechmücke lenkte er Brock, der den Blasebalg betätigte, ab, sodass der Stiel nicht fertig geschmiedet werden konnte. Die besondere Fähigkeit Mjöllnirs bestand darin, dass er immer wieder von selbst zu Thor zurück kam, wenn dieser ihn nach seinen Feinden warf. Er traf stets sein Ziel und so mancher Riese endete mit zertrümmertem Schädel.
Die neuzeitliche, allgemein bekannte Darstellung auf Amuletten und Symbolen sind für mich nicht interessant, da diese meiner Ansicht nach nicht die richtigen sind. In Bumerangs rings um die Erde ist eine Beschreibung, die mir plausibler erscheint:
Auf der Suche nach dem im Flug zurückkommenden Thors-Hammer, stießen wir auf die uns lange bekannte Felsbildlage Fossum im Bohuslän auf den richtigen Typ. Er präsentiert sich neben dem vierspeichigen Weltenrad und einem Kufenboot mit Kabine. Wir vergrößerten ihn und warfen den Hammer des Thor. Gleich der erste Testflug war überzeugend. Selbst der kurze Schaft, durch Lokis Niedertracht entstanden, war genau richtig.
Keiner der vorliegenden Amulett-Thors-Hammer hatte vergrößert diesen Erfolg gebracht.

Aus alten Kindheitstagen ist dieser Kollege hier natürlich auch immer noch im Kopf. Der Hammer des gefiederten Superhelden dürfte ausschliesslich nur mit Hilfe von göttlicher Zauberkraft zurückkehren, die Aerodynamik wird ihm bei dem unförmigen Klotz wohl niemals zuhilfe kommen können.

Mehr Weblinks zum Thema Mjöllnir
Diese Jonglierbälle wurden um das Jahr 1992 in eigener Handarbeit genäht. Damals hatte ich mir das Buch Richtig Jonglieren von Jörg Treiber zugelegt und mir das Arbeitsmaterial selbst angefertigt. Die Füllung ist Hirse (Wellensittichfutter). Die Form habe ich von einem Tennisball abgenommen. Ich hatte in dem Glauben es tatsächlich zu schaffen seinerzeit 5 Bälle angefertigt. Leider bin ich jedoch bis heute über das Jonglieren mit 3 Bällen nicht hinausgekommen bin. Es klappen zwar Tricks wie “Hinter dem Rücken” und “Unter den Beinen durch”, aber das war’s dann auch schon. Die Original-Schablone habe ich mal gescannt und mit Maßen versehen.
Viel Spaß beim Nachbau.

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Meine Frau surft gern im Web, auf der Suche nach schönen Dingen. Wird sie fündig, zitiert sie mich an ihren Bildschirm. Diesmal war es der Türstopper “Maritim”. Da sie um mein Faible für Seemannsknoten weiß, stellte sie mit einem verliebten Augenaufschlag fest: “So etwas kriegst Du doch auch hin, oder?” *blinzel*. Was konnte ich da noch entgegnen? Also rechnete ich kurz durch und landete überschlägig bei rund 8 Meter gestreckter Länge eines Tampen von der Stärke von 10mm. Dieses naturfarbene Kunsthanfseil bekam ich bei Hornbach, für € 1,15 / m, was für ein Einzelstück ein gerade noch akzeptabler Preis ist. Diese 6-lagige Affenfaust enthält im Kern zwei Gefrierbeutel gefüllt mit feinen Kieselsteinen. Das Teil wiegt etwa 1kg.



Seemannsknoten interessierten mich schon immer, vor allem Kugelknoten wie Affenfaust und Diamantknoten üben eine besondere Faszination aus. In dem Buch Fancywork – Eine praktische Anleitung fand ich vor über 10 Jahren eine sehr gute Erkläuterung des Diamantknotens. Ich knotete ihn ein paarmal, jedoch ohne eine echte Anwendung dafür zu haben. Im Babyalter meines Sohnes kam ich auf die Idee, eine Rassel herzustellen. Dieser “Klapperschlangen Knochen” war ein voller Erfolg, er spielte eine lange Zeit mit dem Teil warf es durch die Gegend und biss darauf herum. Als Material verwendete ich eine 6mm Schotleine aus dem Baumarkt, für den Griff rot/gelbe Maurerschnur. Der Klangkörper ist je eine Narrenschelle aus dem Bastelbedarf Ø19 mm, welche durch den Knoten ohrenschonend gedämpft klingt. Die Rassel ist immer noch in unserem Besitz und sieht aus wie neu, sie ist auf dem Gruppenfoto ganz rechts zu sehen. Seit damals fertige ich diese Rasseln einfach nur so zum Spass an, vor allem immer dann wenn sich ein neuer Erdenbürger in meinem Bekanntenkreis einstellt, bekommen die Eltern eine solche Rassel von mir geschenkt. Ersten Berichten zufolge wird diese gern als Erinnerungsstück aufgehoben. Mittlerweile hat die Rassel sich auch evolutionär weiterentwickelt. Ich verwende nun 8 mm Schotleine und auch mal eine Schelle mit Ø 24mm, die klingt etwas satter. Die Enden der Leinen verschwinden nun vollständig in der Kugel und sind nicht mehr zu erkennen.
Notizen für eine Rassel
- 2 Leinen mit je 110 cm bei Schellendurchmesser Ø19 mm
- 2 Leinen mit je 125 cm bei Schellendurchmesser Ø24 mm
- Parallel legen und die Mitte mit einem Fadenstich markieren
- Von der Mitte aus je 3,2 cm einen weiteren Fadenstich setzen, um den Griff zu markieren. Der Griff wird dann ca. 7 cm lang werden.
- Einen einfachen Diamantknoten flechten, die Schelle einsetzen und den Doppelschlag ausführen.
- Vor dem Dichtholen in das Griffstück einen weiteres Stück Schotleine einsetzen um den Griff zu verstärken.
- Das Griffstück mit der Maurerschnur fest in doppelter Lage umwickeln. Hierzu unbedingt mindestens an einer Hand einen Handschuh tragen, ansonsten droht Verbrennungsgefahr für die Haut!
- Die Enden von Schotleine und Maurerschnur mit einem Feuerzeug ansengen um ein Ausfransen zu verhindern.
- Zum Dichtholen und als Pfriem hat sich das Leatherman Tool als optimal herausgestellt. Was die Zange einmal hat, lässt sie nicht mehr los. Geschlossen hat die Zange eine perfekte Spitze um bei Bedarf eine Höhle zum Durchziehen aufzuweiten.
