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…and Urbans Blog-O-MatSpaß an "krummen Dingen" |
Mein neuester eBay Coup ist die Original Anleitung zu Oswald Fabers “Kreis- und Spiralflieger”. Vermutlich gehört sie zum 360. Bumerang, zumindest ist diese Zahl oben rechts auf der Anleitung aufgestempelt. Die Anleitung ist in Bestform erhalten und verfügt über leicht authentischen Geruch und einer altersbedingten Patina. Meinen Recherchen zufolge stammt dieses Stück aus den Jahren um 1920.
Ernst Oswald Faber (1826– 1908) gründete am 10.08.1863 in Leipzig die Fabrik für Turn- und Feuerwehrgeräte – übrigens die erste ihrer Art in Deutschland.
Die ebenfalls in der Anleitung erwähnte Herstellerfirma “Hugo Roithner & Co, Schwednitz” existierte von 1841 – 1940.
Im letzten Kapitel dieser Faksimileausgabe, dessen Original aus den 1920ern stammt, findet man im letzten Kapitel eine Abhandlung von Oswald Faber über die Kunst des Werfens mit dem Bumerang.
Tipp:
Ein Klick auf das Bild öffnet die erste Vorschau, dort das Symbol unten rechts angeklickt öffnet das Bild in voller Größe.
Diese Handschrift befindet sich auf der Rückseite. Identifizieren kann ich diese Schrift nicht. Sollte jemand seine Handschrift wiedererkennen, wäre ich sehr verbunden zu erfahren was dort steht.

Ich habe dieses extra ein wenig vergrößert und geschärft. Hierdurch werden die Details besser erkennbar. Bemerkenswert finde ich die – jedem Bumerangwerfer bekannten – Flugbahnen, welche durch die unterschiedlichen Windwinkel entstehen. Diese Fligbahnen sehen selbst bei den heutigen Bumerangs noch extakt so aus…..es gibt also nichts Neues, sondern es war alles schon mal da.

Die Bumerang-Galerie von Pierre Boillon ist etwas, was man sich mal auf der Zunge zergehen lassen sollte. Aber ob diese Dinger alle alltagstauglich sein sollen, wage ich zu bezweifeln, aber egal. Lustig anzusehen sind die Flieger allemal, vor allem die Doppeldecker.
Viel Vergnügen auf
Auf der Ü40 2009 in der Wedemark holte Ruedi Salzmann nach dem offiziellen Wettkämpfen eine Handvoll Wurfhölzer heraus. Die Flugbahn von den Dingern faszinierte mich total. Er nannte zwar den Namen, doch ich hatte ihn mir nicht gemerkt. Jörg Schlegel ließ ganz nebenbei das Wort “Rabbitstick” fallen, und durch die tiefe Flugbahn konnte ich mir gut vorstellen, wie es zu diesem Namen kam. Stanislaus Plewinski erzählte, dass diese Form aus dem Buch Bumerangs rings um die Erde stamme. Der Flug dieser Wurfhölzer hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck, weshalb ich mir umgehend das Buch von Dietrich Evers zulegte. Dort las ich, dass Ruedis Wurfhölzer Vlaardingen Bumerangs waren. In der Bumerangwelt (wo auch sonst) war ein etwas besseres Abbild zu finden. Den Rohling aus 3cm Multiplex habe ich mittlerweile ausgeschnitten, eine Fertigstellung steht noch aus.
Denn das Vlaardingen Projekt wurde jäh unterbrochen durch das Kapitel über Thors Hammer. Dieser sollte offensichtlich ein Rückkehr Bumerang sein, was Dietrich Evers und einige DBC Mitglider laut Buch erfolgreich verprobt hatten. Die älteste gefundene Mjöllnir Form wurde von einem Felsenbild abgenommen.
Von der Form des Hammers fasziniert, sollte dieses mein nächstes Projekt werden. Ich skalierte die Zeichnung auf DIN-A4 hoch, und baute 2 Machbarbeitsstudien (also nur grobes Profil, ohne Feinschliff), je einen Links- und einen Rechtshänder. Obwohl der Linkshänder ein wenig besser flog, sind beide Ergebnisse jedoch absolut enttäuschend. Die Rotation des Hammers sieht sehr ausgewogen und harmonisch aus, jedoch weisen beiden Modelle einen typischen “Pappteller” Flug auf. Nach der ersten 90° Kurve steigen sie extrem nach oben, und kommen von da oben eine S-Kurve beschreibend im Sturzflug nach unten und klappen dabei ab.
Ich denke, ohne weitere Tipps komme ich hier erstmal nicht weiter, daher wende ich mich jetzt erstmal wieder dem Vlaardinger zu. Wäre nicht das erste Mal, dass ein vermeintliches funktionales Miststück letztlich doch super fliegt. Ich erwarte mir hier noch fachkundige Hilfe evtl. von den DBC Mitgliedern, die schon mal “den Hammer kreisen” ließen.
Nachdem wieder einmal ein paar neue Bumerangs ausgesägt wurden, sind mal wieder ein paar Reststücke von der Buhmanns Fliegerplatte übrig. Also wird es Zeit auch diese Holzabfälle einer sinnvollen Verwendung zuzuführen.
In dem Artikel http://www.bumerangwelt.de/95/95216.htm ist eine sehr interessante Anregung dazu.
Nach einigen Recherchen stieß ich auf weitere Namen wie Bullroarer.
Weiterhin fand ich auch eines schönes Video, welches die archaische Kraft des Holzes nicht nur in klingender Form dokumentiert.